
Zur Energiepolitik
Die aktuelle Weltlage zeigt es nur allzu deutlich: Die Verteuerung fossiler Energieträger durch Verknappung folgt den Regeln der Marktwirtschaft und ist vorhersehbar. Krisen wie der Iran-Krieg beschleunigt diesen Effekt. Der Krieg hat zu einer wesentlichen Erhöhung der Energiekosten in allen Ländern weltweit geführt.
Die tatsächliche Verknappung infolge der Blockade der Straße von Hormus verstärkt diesen Effekt noch.
Die Energiepolitik der Bundesregierung mit dem Mantra der Technologie-Offenheit wird bei allen, die sich nicht mehr an die bisherige Regel, dem sogenannten "Heizungsgesetz", halten, werden durch diese Entwicklung enttäuscht werden. Der Staat entzieht sich so seiner Verantwortung und schiebt diese auf Hauseigentümer. Wer klug handeln möchte und sicher gehen will, sollte sich gut beraten lassen und wenn möglich auch Wärmepumpen nutzen, solange es eine Förderung gibt, diese Nutzen.
In größeren Städten werden aktuell die Fernwärmenetze ausgebaut, wobei es unterschiedliche Arten der Energieerzeugung gibt, diese Fernwärme zu erzeugen.
Diskutiert wird schon jetzt der Übergang der Energieträger von Gas auf andere Träger. Ein immer kleinerer Teil an Gasabnehmern kann ab einem gewissen Punkt nicht mehr wirtschaftlich vertretbar versorgt werden können.
Stimmen, die eine Wiedereinführung von Atomkraft setzen, sei es auf Kleinkraftwerke oder auf bislang nicht einmal im Stadium von Versuchsträgern vorhandener Fusionskraftwerken, lassen außer Acht, dass die Wirtschaftlichkeit von nuklearer Kraftwerkstechnologie im Anfangsstadium nicht gegeben ist. Die von Betreibern angegebene Wirtschaftlichkeit beruht auf Abschreibung und der Ausklammerung der Entsorgungskosten. Die noch vorhandenen alten Kraftwerke hätten einer umfassende Prüfung und Erneuerung bedurft. Dies ist von den Betreibern selbst als unwirtschaftlich bezeichnet worden, weswegen auch ihrerseits dies nicht ernsthaft verfolgt worden ist.
Anbetracht des kürzlichen 40. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe am 26.04. sei nochmal auf den Sicherheitsaspekt und die ungeklärte Endlagerung hingewiesen.
Tatsächlich besteht der Bedarf eines Teils der Gas-Kraftwerke allein aufgrund des Fehlens eines ausreichenden bundesweiten Energienetzes insbesondere in Nord-Süd-Relation. Deswegen müssen oft Anlagen regenerativer Energieerzeuger bei Überproduktion abgeschaltet werden, da weder Netzkapazität Richtung Bedarfs der südlichen Bundesländer noch ausreichend Energiespeicher zur Verfügung stehen und gleichzeitig in diesen südlichen Bundesländern zusätzlich Gaskraftwerke hochgefahren werden. Das stellt leicht nachvollziehbar volkswirtschaftlich einen großen Unsinn dar.
Deswegen stellen sich mir als Lösung in Kombination nur folgende Maßnahmen dar.
- ein weiterer Ausbau nachhaltiger und regenerativer Energiegewinnung,
- der Ausbau von Speicherkapazitäten (Batterie und Wasserspeicher, wo möglich und ökologisch vertretbar),
- der Ausbau des Netzes in Nord-Süd-Richtung,
- die energetische Sanierung von Gebäuden,
- sämtlich mögliche Maßnahmen zum Energiesparen.
Letzteres bedarf klarer Regeln in anderen Bereichen, die nur indirekt mit Energiepolitik zu tun haben. Schon jetzt zeichnet sich durch unkontrollierbare Ausbreitung der Anwendungen Künstlicher Intelligenz ein Mehrbedarf an Energie durch Rebound-Effekte ab.
Überall, wo es erforderlich und sinnvoll ist, führt KI zu Verbesserungen, so in Forschung und Wissenschaft. Andererseits wird jedoch auch der Einsatz von KI angeboten, wo dies keinen wirklichen Mehrwert bietet, so z. B. bei simplen Internet-Suchen. Mehr dazu an anderer Stelle.